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Diskret und ohne Umschweife
Sexuelle Gesundheit: PrEP & STD-Test
Sexuelle Gesundheit gehört zur Allgemeinmedizin – ohne Scham und ohne Umschweife. Im Doctorum 2 betreuen wir Sie bei der HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP) und bieten eine STD-Sprechstunde für Beratung, Tests und Behandlung sexuell übertragbarer Infektionen.
Gut zu wissen
Das Wichtigste vorweg:
- Diskretion: Wie bei jeder ärztlichen Leistung gilt die ärztliche Verschwiegenheitspflicht – ausnahmslos.
- Privatleistung: PrEP-Betreuung und STD-Sprechstunde sind Privatleistungen. Für die PrEP gibt es aber einen Kostenzuschuss der Sozialversicherung.
- Kein Notfallangebot: Nach einem Risikokontakt zählt jede Stunde – eine PEP muss innerhalb von 48 Stunden begonnen werden. Wenden Sie sich dann bitte sofort an eine HIV-Ambulanz (in Wien u. a. Klinik Favoriten).
- Regelmäßige Kontrollen: Eine PrEP ohne Kontrollen ist keine gute PrEP – die Termine sind Teil des Konzepts.
Was ist die PrEP?
Die Präexpositionsprophylaxe ist eine Medikation, die HIV-negative Menschen einnehmen, um sich vor einer HIV-Infektion zu schützen. Richtig angewendet ist sie sehr zuverlässig.
Wichtig: Die PrEP schützt ausschließlich vor HIV – nicht vor Syphilis, Gonorrhoü, Chlamydien oder Hepatitis. Kondome und regelmäßige Tests bleiben deshalb Teil eines guten Schutzkonzepts.
So läuft die PrEP-Betreuung ab
- Erstgespräch: Wir klären Ihre Situation, den passenden Einnahmemodus und Ihre Fragen.
- Untersuchung vor Beginn: HIV-Test, Hepatitis-Serologie, Nierenwerte und STD-Screening – eine PrEP darf erst nach negativem HIV-Test starten.
- Verordnung: Sie erhalten Ihr Rezept.
- Kontrollen: in der Regel alle drei Monate mit HIV-Test, STD-Screening und Nierenwerten.
Die STD-Sprechstunde
Ob nach einem Risikokontakt, bei Beschwerden oder einfach zur Sicherheit: In unserer STD-Sprechstunde besprechen wir, welche Tests für Ihre Situation sinnvoll sind, führen sie durch und behandeln, was behandelbar ist.
Getestet werden kann unter anderem auf HIV, Syphilis, Hepatitis B und C, Chlamydien und Gonorrhoü. Wichtig ist dabei das diagnostische Fenster: Nach einem Risikokontakt braucht es je nach Erreger einige Tage bis Wochen, bis ein Test aussagekräftig ist. Wir sagen Ihnen, wann Sie kommen sollen.
Kosten und Zuschuss
PrEP-Betreuung und STD-Sprechstunde sind Privatleistungen. Für die PrEP gibt es seit April 2024 aber einen Kostenzuschuss der Sozialversicherung: Nach Vorlage der Rechnung werden ein Teil der Medikamentenkosten je Monatspackung sowie ein Betrag je Quartal für die ärztliche Beratung rückerstattet.
Die genauen Beträge und das Antragsverfahren können sich ändern und unterscheiden sich je nach Versicherungsträger. Bitte erkundigen Sie sich vorab direkt bei Ihrer Krankenkasse – wir stellen Ihnen die nötigen Rechnungen selbstverständlich aus.
Häufige Fragen zu PrEP & STD
Ja. Für uns gilt die ärztliche Verschwiegenheitspflicht – ohne Ausnahme und unabhängig vom Anlass Ihres Besuchs.
Das hängt vom Einnahmeschema ab. Beim täglichen Schema ist nach einigen Tagen regelmäßiger Einnahme ein verlässlicher Schutz aufgebaut. Welches Schema für Sie passt und ab wann Sie geschützt sind, besprechen wir im Erstgespräch – das lässt sich nicht pauschal beantworten.
In der Regel alle drei Monate. Kontrolliert werden HIV-Status, Nierenfunktion und – je nach Risiko – weitere sexuell übertragbare Infektionen.
Nein, ausschließlich vor HIV. Gegen Syphilis, Gonorrhoü, Chlamydien, Hepatitis und HPV schützt sie nicht. Kondome und regelmäßige Tests bleiben daher wichtig.
In diesem Fall geht es um die PEP, die Postexpositionsprophylaxe, und die ist zeitkritisch: Sie sollte so rasch wie möglich, jedenfalls innerhalb von 48 Stunden begonnen werden. Bitte wenden Sie sich sofort an eine HIV-Ambulanz – in Wien etwa an die Klinik Favoriten. Warten Sie nicht auf einen Termin bei uns.
Das hängt vom Erreger ab und reicht von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen – das sogenannte diagnostische Fenster. Melden Sie sich einfach: Wir sagen Ihnen, wann welcher Test sinnvoll ist, und planen die Termine entsprechend.
Die ärztliche Betreuung ist eine Privatleistung; dazu kommen die Medikamentenkosten aus der Apotheke. Seit April 2024 gibt es einen Kostenzuschuss der Sozialversicherung für Medikament und Beratung. Die aktuellen Beträge erfragen Sie bitte bei Ihrer Krankenkasse.
Nein. Die STD-Sprechstunde und die PrEP-Betreuung stehen auch Menschen offen, die sonst nicht bei uns in hausärztlicher Betreuung sind.
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